Deutsches Architekturmuseum
DAS ARCHITEKTURMODELL
Werkzeug, Fetisch, kleine Utopie

25. Mai 2012 – 16. September 2012

Die über alle Etagen des Museums reichende Ausstellung zeigt, auf welche Weise Architekten seit etwa 1920 mit Architekturmodellen gearbeitet haben – und was die neuesten Entwicklungen sind. Auf der Basis intensiver Forschungsarbeit, die durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain ermöglicht wurde, werden Architekturmodelle in ein neues Licht gerückt: Sie dienen Architekten als Werkzeuge, Fetische oder zum Erproben von Utopien. In dieser Ausstellung steht das Architekturmodell im Zentrum – und nicht wie sonst üblich das Gebäude, das mit Hilfe des Modells geplant wurde. Architekturmodelle gibt es seit vielen Jahrhunderten. Aber seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts werden Architekturmodelle in solcher Zahl und für so vielfältige Zwecke angefertigt wie nie zuvor. Das hat mehrere Gründe: Der wichtigste ist die Erfindung der Fotografie und die Entwicklung von Drucktechniken zur Fotoreproduktion. Wenn sich von einem Modell ein wirkungsvolles Foto herstellen lässt, es also als „Fotomodell“ dient, lohnt sich die Mühe des Modellbaus gleich doppelt: Das Foto kann viel leichter durch Bücher, Zeitschriften oder gar Filme ins Gespräch gebracht werden als das reale Modell. Deswegen werden vielen Modellen der Ausstellung Fotos gegenübergestellt, die das Modell so zeigen, wie der Architekt es veröffentlicht sehen wollte.