bücher
The Unbeatable
Contemporary Masterpieces
englisch
USD 99.00
Published by REVEALbooks+fotos
Available through www.ExpoTheUnbeatable.com

A 480 page coffee-table style testimonial of the architectural, cultural, economic and political legacy left by the Shanghai World Expo.

The morning after the Expo dawned in a peaceful silence.

Sunshine illuminated the Expo buildings that had welcomed 73 million visitors from around the world. It had been 184 days of what became the biggest Expo the world had ever seen, and the city of Shanghai was smiling proudly: having played host to the World Expo 2010, and having invited 214 countries to present the best of their cultures, artefacts and architectural designs in response to the powerful theme 'Better City, Better Life'.

It was China who brought the world together on a 5.28 square kilometre plot of land along the Pudong River and gave new meaning to the famous expression 'The world is a small place'.

This book takes the reader on a journey to experience Shanghai Expo in all its colours, bringing to life the vivacity and emotions of an event that touched millions of people from China and around the world. Through its pages, readers can relive the international exhibition of world class architecture with contributions from renowned architects including Zaha Hadid, Foster + Partners, BIG architects, Miralles Tagliabue EMBT, Heatherwick Studio, Jacques Ferrier, CC Atelier de Arquitectura and more.

The Unbeatable examines the motives behind the pavilion's country themes, discusses sustainability and highlights reputable awards. Acclaimed architects share their unique design ideas, showcasing initial design sketches, drawings, models and formerly unpublished material. Personal perspectives and the foresight in creating a 'life after Expo' for their buildings are revealed in the book.

The authors have been there and witnessed the Expo Park’s transformation as it slowly changed from a bustling construction site into an unparalleled ‘theme park’ that became a melting pot of international significance and home to many international architects, pavilion operators and staff who contributed their skills and cultures to enrich the tapestry of a magnificent event. It was the authors' goal to publish this book in order to preserve fading information about the Shanghai Expo and its contemporary masterpieces

The Secretary General of the Bureau International des Expositions, V.G. Loscertales, has praised the glossy publication as “an additional legacy and invaluable memory of this remarkable event that will remain as a milestone in the history of World Expos and of its host city and country but also in our hearts.” “...With its theme 'Better City, Better Life', Shanghai 2010 was able to create a truly powerful message because the theme resonated with the universal objectives of Expos, that is the creation of better cities.” Due to the international relevance and involvement, The Unbeatable receives global attention attracting Consul Generals from various countries to attend the official Shanghai Book Launch 27 March 2012 at The Waldorf Astoria Ballroom on The Bund.

To date 720 books of the 3,000 numbered edition have been sold.

Schichten der Region
Prof. Christa Reicher


Das Ruhrgebiet ist in vielerlei Hinsicht eine einzigartige Region - in der Entwicklung zu einem der größten europäischen Ballungsräume der Schwerindustrie ebenso wie im Strukturwandel zu einer Technologie- und Dienstleistungsregion. Die Kartenstücke veranschaulichen einzelne thematische Schichten des Ruhrgebiets in Karten, Grafiken und textlichen Erläuterungen. Sie gehen dabei über die bisher bekannten Darstellungen hinaus und zeigen überraschende Strukturen und Prozesse des aktuellen Wandels in siedlungsgeographischer, ökonomischer, landschaftlicher, ökologischer sowie sozialer und baulicher Hinsicht. Ihre Zusammenführung am Ende des Buches bietet einen Beitrag zur Diskussion über die künftige Gestaltung der Region. “

Der Garten meiner Eltern
Farbe und Perspektive
von Kirsten Gerberding
Die Autorin beschreibt in diesem schönen Buch das Paradies ihrer Kindheit, einen Garten voller Blumenzauber und Farbenpracht, den ihre Mutter in Fürstenberg im Weserbergland vor Jahrzehnten angelegt hat. Der 1 1/2 ha grosse Garten ist Traum und Vision zugleich, gestaltete Fülle der Natur, ein Kunstwerk, ebenso streng wie doch auch voller Üppigkeit. Die wunderbaren Fotos von Elisabeth Belik zeigen den Garten im Sommer und - schneebedeckt - im Winter, in grossen Perspektiven und in liebevollen, kleinen Details, eine grüne Architektur voller Reichtum und Stille. Dies ist ein sehr persönliches Buch, vielleicht in seinen Texten ein wenig zu ausformuliert, aber eine Augenweide und ein Geschenk an die Sinne. Ein Gartenbuch der ganz anderen Art, qualitativ herausragend in jeder Hinsicht.

Autor. Kirsten Gerberding
Sprache. deutsch
Seiten. 224
Verlag. Schnell + Steiner
ISBN. 978-3-7954-2572-2
Preis. 49,95 EUR
Architektur
eine weibliche Profession
von Tanja Kullack
So wie Architektur allgemein die Gegebenheiten einer Gesellschaft widerspiegelt, so spricht natürlich auch die Tatsache für sich, daß heute über 5o Prozent der Architekturstudenten Frauen sind, sie aber in der konkreten Praxis immer noch eine bei weitem weniger wichtige Rolle spielen als ihre männlichen Kollegen. Die Architekturwelt ist noch immer vorwiegend männlich geprägt. Und die Geschwindigkeit der Veränderung ist im Vergleich zu anderen Disziplinen mehr als langsam Was übrigens für die gesamte Welt des Design gilt.

Die Gründe dafür sind vielfältig, und das Buch von Tanja Kullack - Professorin an der FH Düsseldorf - geht ihnen nicht kriminalistisch nach, sondern läßt die persönlichen Statements von 18 internationalen Architektinnen dazu sprechen. Diese Stellungnahmen sind interessant zu lesen, aber leider auch unvergleichbar, denn eine über 8ojährige Denise Scott-Brown hat natürlich eine andere Prägung erfahren als ihre jüngeren Kolleginnen. Viele der zu Wort kommenden Architektinnen sind zudem in Deutschland unbekannt und die Länder, in denen sie ihre Ausbildung erhalten haben und arbeiten, so verschieden, daß man als Leser die Argumente nicht diskutieren kann.

Die Architektinnen geben Auskunft zu allen Aspekten ihres Berufes, von Autorschaft und Genius über Leitung und Autorität, Achtung und Selbstachtung bis hin zu Fragen der Qualität und der Machtstrukturen. In keinem ihrer oder der anderen Beiträge des Buches geht es um die Frage, ob gute Architektur eine Sache des Geschlechtes sei und ob oder warum Frauen eventuell anders als Männer entwerfen. Diese peinliche Diskussion der 7o und 8oiger Jahre scheint - gottseidank - endgültig überwunden. Nicht zuletzt deswegen ist das Buch zur Lektüre zu empfehlen.
Allerdings müssen einige Defizite dabei in Kauf genommen werden, die nicht hätten sein müssen. Die zahlreichen Abbildungen von Bauten sind ohne die Angabe des Jahres ihrer Fertigstellung und deshalb nicht zu vergleichen. Dasselbe gilt für die Architektinnen, bei denen alle Altersangaben fehlen - aus welchen Gründen eigentlich? Eine alphabetische Liste der Befragten sucht man im Inneren des Buches vergebens und entdeckt sie schließlich - dicht gedrängt und schwer zu lesen , nur auf dem Bücherrücken. Trotz solcher Mängel sind die akademischen und professionellen Erfahrungen und Visionen von Architektinnen, die Bauaufgaben jeder Art realisiert haben , spannend zu lesen.

Herausgeber. Tanja Kullack Sprache. deutsch / englisch Seiten. 199 Verlag. Jovis Verlag ISBN. 978-3-86859-114-9 Preis. 28,00 EUR
Landschaftshäuser
www.denis-andernach.de


Beiträge von Jan Musikowski


„Immer war mir das Feld und der Wald und der Fels und die Gärten Nur ein Raum, und du machst sie, Geliebte, zum Ort.“

– Goethe: Vier Jahreszeiten.

Ein einsames Forsthaus am Waldrand, Bauerngehöfte, umringt von endlosem Feldermeer, eine erkaltete Schlafstatt unter dem Brückenbogen - wem sind sie im Leben nicht schon einmal begegnet. Einsiedeleien am Wegesrand. Artefakte einer gesellschaftsfernen und doch menschlichen Kultur. Sie überraschten und zogen zugleich in ihren Bann durch einen fühlbaren Schwebezustand aus Verwandtschaft und zugleich Entrücktheit. Die hier gezeigten Arbeiten Denis Andernachs scheinen diese ambivalenten Begegnungen nicht nur systematisch aufzuspüren, sondern inszenieren und konstruieren sie regelrecht.

Sie begegnen uns versteckt hinter Bäumen, am Hang, auf einem kargen Felsvorsprung, ragen zeichenhaft am Ufer eines Gewässers empor, stehen auf Stelzen oder vergraben sich in den Erboden. Sie ruhen ganz in sich und stehen zugleich in einem formalen Dialog mit Landschaften von hoher Motivkraft. Es scheinen die besonderen unter den einfachen Häusern zu sein, denen hier die Aufmerksamkeit gilt. Verschlossene skulpturale Häuser, Häuser mit deutlicher morphologischer Aussage oder solche mit subtil spürbarer Qualität. In schwarzen, fein linierten Tuschestrichen portraitiert Andernach atmosphärische Dialoge zwischen konzeptioneller Natürlichkeit und natürlicher Kunstfertigkeit. Der grafische Stil und die durchdringende Korrespondenz der Dinge - Landschaft und Haus - manifestieren eine Architektur anderer Ordnung: einen Ort.

Ganz im Sinne O.M. Ungers scheint Andernach den elementaren Begriff „Haus“ zeichnerisch und gedanklich neu auszuloten. Ideen auf der Suche nach ihrer ureigensten Form. Selbstbewusst positionieren sich die Architekturen als geometrische gefasste Kontrapunkte im Landschaftsraum. So kreuzt das Brückenhaus den natürlichen Flusslauf und formuliert funktional und räumlich den Schnittpunkt zu einen gemeinsamen Ort. Das Treppenhaus windet sich am Ufer des Meeres turmartig in die Höhe, um zu sehen und selbst zu sein. Proportion, Lage Idee - der puristische Bau in der puren Natur. Zwei Welten, gegensätzlich aber komplementär, ringen um Relevanz und Ausgewogenheit. Die natürliche Welt, die einfach ist, wie sie ist und der kunstvoll gefertigte Bau, der versucht, dieser Welt eine menschliche Ordnung einzuschreiben. Der Ort als Quelle unserer Ortschaften.

Das Ungewohnte bewohnen. Nicht nur begrifflich, wie etwa beim Dachhaus, Treppenhaus oder Giebelhaus, sondern auch in ihrer Gestalt und scheinbaren Funktion. Die Landschaftshäuser Andernachs entwickeln ausgeprägte formale Besonderheiten und choreografische Momente. Aus Gewöhnlichem entsteht Ungewohntes durch die kalkulierte Unwucht architektonischer Substanz. Schnittmengen aus natürlicher und künstlicher Materie transformieren zum Unterhaus, ... Geometrische Strategien führen zum Bogenhaus, Kreuzhaus oder 180°-Haus. Auch Zeichen und Grundformen, wie das X, das T und das U werden hinsichtlich ihrer figurativen und symbolischen Raumwirkung im landschaftlichen Kontext untersucht und erinnern dabei an Aldo Rossis Vokabular autonomer Architekturen. Geometrie als Ortung des Menschen im Raum. Dem Zufälligen und Ungeordneten eine Struktur zu geben, es wiedererkennbar, symbolisch kommunizierbar oder nutzbar zu machen, deutet auf einen Wesenszug des Menschen hin. Elementare Gesten: überdecken, verbinden, umfangen, schützen, abgrenzen. Öffnungen, Durchblicke. Und die Zeichnungen: Ansichten von Ausblicken.

Die Parameter der Architekturen scheinen auch die ihrer Bewohner zu sein. Einige der Häuser, wie das Zeichnerhaus oder das Ornithologenhaus, widmet Andernach einzelnen Personen. Andere, wie das Kirchenhaus oder Feierabendhaus zeugen von der möglichen Zusammenkunft mehrerer Gäste oder bieten den Rahmen für ein gemeinsames Ereignis. Allen Häusern gemein ist jedoch die vollständige Abwesenheit ihrer Bewohner. Stattdessen nur vereinzelte Spuren, Abdrücke und Artefakte menschlichen Gebrauchs. Offene Fenster, ein Koffer, leere Flaschen, Spuren eines großen Fahrzeugs, zwei aufgewühlte Bettdecken. Ein Verweis auf die eigene Körpererfahrung, den Gebrauch der Sinne oder des ureigenen Instinktes? Sehen und Verstehen. Ist es der Beginn oder das Ende eines Ortes?

Seiten. 73
Verlag. Technische Uni Dresden
ISBN. 978-3-86780-277-2
Preis. 10,00 EUR